Eine Spurensuche zwischen Zellstoffwechsel, Licht, Wahrnehmung und Lebensenergie
Ich arbeite mit Energie. Ich spüre Energien und ich finde die Verknüpfungen zwischen den traditionellen Heilkulturen sehr faszinierend. Es lässt mich ahnen, dass sie alle von universellen Prinzipien wussten, die uns in der modernen Welt abhanden gekommen zu sein scheinen.
Und trotzdem sprechen auch wir hier oft von DER ENERGIE. Ein vager Begriff, den wir in spirituellen Kreisen, in Social Media Reels und heilsuchenden Gesprächen ständig hören. Der alles und nichts zu bedeuten scheint. Also was ist jetzt diese Energie?
Unsere Körper sind voller Energie.
Du musst nicht daran glauben, dass in Deinem Körper Energie fließt. Du musst auch nicht feinfühlig oder hellsinnig sein, um sie zu beobachten. Es sind all die ganz natürlichen Prozesse in Deinem Leib, lausche einmal in Dich hinein:
- Hörst oder spürst Du Deinen Herzschlag?
- Ganz selbstverständlich strömt Luft in Deine Lunge und Dein Oberkörper bewegt sich – vielleicht nur ganz minimal? Vielleicht auch ganz deutlich, wenn Du einmal tief Luft holst.
- Deine Gesichtsmuskeln ziehen sich beim Denken unmerklich zusammen und entspannen wieder.
- Deine Augenlieder zwinkern.
- Dein Gehirn interpretiert für Dich, was über Deine Augen und den Sehnerv zu ihm gelangt.
All das macht Dein Körper ohne, dass Du ihm ständig sagen musst, dass er das tun soll. Er braucht keine Kontrolle, um seine Energie einzusetzen. Er braucht Deine Erlaubnis sein zu dürfen, wie er ist.
Was bewegt unseren Körper?
Lass doch mal nachschlagen, wo dieses modern wirkende Wort überhaupt herkommt. Bereits 1904 hielt der österreichische Philosoph Rudolf Eisler in seinem Wörterbuch der philosophischen Begriffe fest, dass der Ausdruck auf das altgriechische energeia (en ergô einai) zurückgeht. Geprägt vor allem durch Aristoteles in der antike Philosophie, bedeutete das Wort weder Kilowattstunden noch abstrakte Formeln und hat auch nichts esoterisches an sich, sondern beschreibt „lebendige Wirklichkeit und Wirksamkeit“ – das elementare In-Aktion-Sein des Lebens (vgl. Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Berlin 1904, S. 314 f. auch zu finden in Textlog.de, Abgerufen am 26. November 2022.).
Die Physiker und auch Mathematiker beschreiben Energie ebenfalls als Betätigungskraft und die Fähigkeit Arbeit leisten zu können, sowohl tatsächlich sichtbar in Form von Bewegung, chemischen Reaktionen oder Elektrizität; sowie auch eingelagertes Energiepotential, also die Möglichkeit Energie in der ein oder anderen Form zu speichern und frei zu setzen.
Und all das ist in Deinem menschlichen Körper vorhanden – jede einzelne Deiner Körperzellen nimmt Nährstoffe auf, wandeln sie um und stellen daraus jenen Antrieb her, den sie für ihr Wirken und Sein benötigt. Und während Du diesen Satz liest, laufen in Deinem Körper unzählige chemische, elektrische und mechanische, fein abgestimmten Prozesse gleichzeitig ab. Dein Körper wartet nicht darauf, dass Du ihm glaubst, dass er dazu fähig ist – er tut es. Er ist lebendig und energetisiert.
Und was fließt da jetzt?
Dass wir heute ehr an Strom und Fließen denken, liegt zum einen an einer technischen Verengung der Wortbedeutung während der Zweiten Industriellen Revolution im späten 19. Jahrhundert durch die flächendeckende Elektrifizierung. Da elektrische Energie physisch durch Kabel fließt, wurde „Strom“ im alltäglichen Sprachgebrauch zum greifbarsten Synonym für Energie. Andere Formen wie chemische oder thermische Energie traten im Bewusstsein der breiten Masse in den Hintergrund, weil sie im Alltag nicht so unmittelbar als fließende Leistung erlebt werden.
Echter Bio-Strom „fließt“ auch durch Dich. Jede einzelne Deiner Zellen hält über ihre Zellmembran einen elektrischen Spannungsunterschied aufrecht. Dafür werden Ionen wie Natrium, Kalium, Calcium und Chlorid ständig verteilt und transportiert. Öffnen sich bestimmte Ionenkanäle, verändern sich die elektrischen Verhältnisse an der Zellmembran. Nervenzellen nutzen diese Veränderungen zur Weiterleitung von Signalen, Muskelzellen zur Steuerung ihrer Bewegung und praktisch alle Zellen zur Kommunikation und Regulation. Dein Körper ist also tatsächlich ein elektrisch aktives System.
Die chemischen Prozesse benötigen ebenfalls einen Stoffaustausch. Deshalb gibt es verschiedene Flüssigkeiten in Dir, die den Transport übernehmen: Blut, Lymphflüssigkeit, Magensäure, Sekrete diverser Drüsen und die Flüssigkeit zwischen Deinen Zellen. Nährstoffe werden verteilt, Stoffwechselprodukte abtransportiert, Signale weitergegeben und Stoffe zwischen den verschiedenen Bereichen Deines Körpers ausgetauscht.
Es fließt also eine ganze Menge in Dir – damit das auch so bleibt ist eine ausbalancierte Bewegungsvielfalt und Zufuhr von Nährstoffen unabdingbar, genauso wie das Loslassen all jener Dinge, die Dir und Deinem Körper nicht mehr dienlich sind.
Lebendig zu sein, bedeutet sich zu bewegen und sich die fließenden Prozesse zu erlauben.

Dein Körper ist Licht!
Und doch greift all das zu kurz, wenn wir bei chemischen Reaktionen und mechanischem Bio-Strom stehen bleiben. Es gibt eine Dimension, die in klassischen Nachschlagewerken und physikalischen Standarddefinitionen auffällig ausgespart wird: das Licht.
Die Biophysik zeigt längst das eigentliche Fundament: Jede lebendige Zelle emittiert kontinuierlich extrem schwache, hochkohärente Lichtimpulse – Biophotonen (vgl. Popp, Fritz-Albert: Biophotonen – Neue Horizonte in der Medizin, Stuttgart 2006). Dieses zelluläre Leuchten ist kein abstrakter Nebeneffekt oder ein verzichtbares Abfallprodukt. Es ist die elementare Basis, über die Zellen in Sekundenschnelle miteinander kommunizieren und Ordnung im System aufrechterhalten.
Dass solche essenziellen Prozesse von der klassischen naturwissenschaftlichen Sichtweise lange ignoriert oder als bloßer Zufall abgetan wurden, erinnert an die medizinische Geschichte von Organen wie den Mandeln oder der Milz: Weil Wissenschaftler ihre tiefere Funktion nicht verstanden, wurden sie kurzerhand als „übrig“ und verzichtbar abgestempelt. Doch wer glaubt, dieses zelluläre Licht sei bloß ein Abfallprodukt, verkennt die Realität. Der Mensch mag ohne manche Organe existieren können – doch die moderne biophysikalische Forschung bestätigt, was die Lebendigkeit ausmacht: In dem Augenblick, in dem das Leben weicht und die zellulären Prozesse erlöschen, bricht auch die Photonenbildung im Körper vollständig zusammen (vgl. u.a. Untersuchungen zur Ultraweak Photon Emission im Journal of Physical Chemistry Letters 2025: Salari, V., et al.: Imaging Ultraweak Photon Emission from Living and Dead Mice and from Plants under Stress).

Dieses Licht bleibt nicht isoliert in der einzelnen Zelle. Es strömt und bündelt sich in Energiebahnen, welche unter anderem in unseren Handflächen und Fingerspitzen enden, die als physische Energietore dieses gebündelte Licht nach außen abgegeben. Ein Prinzip, das unabhängig vom Namen in allen alten Kulturen verankert ist und im japanischen Heilströmen als bewährtes Volkswissen zur Selbsthilfe genutzt wird, um durch das Auflegen der Hände die Zellen des eigenen Körpers zu stimulieren (vgl. Ingrid Schlieske: Japanisches Heilströmen: Altes Volkswissen zur Selbsthilfe, Reinbek 2006).
Es braucht keinen Glauben, um diesen Fluss in Gang zu halten. Der Körper tut es von selbst – leuchtend, stetig und in einer Perfektion, die weit über unsere bewusste Kontrolle hinausgeht.
Du bist ein energetisches Wesen. Nicht im esoterischen Sinne, sondern ganz wortwörtlich.

Du musst es nicht glauben. Du kannst es erfahren.
Vielleicht ist genau das die schönste Frage, die am Ende bleibt: Wie fühlt sich Deine eigene Energie eigentlich an?
Du musst dafür nichts Besonderes können, nichts glauben und auch nichts verstehen. Du darfst einfach wahrnehmen, was geschieht, wenn Du für eine Weile aus dem Denken herauskommst und Deinem Körper Raum gibst.
In meiner energetischen Massage verbinde ich achtsame Berührung mit meiner Wahrnehmung für energetische Zusammenhänge. Eine Einladung, aus dem Funktionieren herauszutreten und wieder zu spüren, was in Dir bereits in Bewegung ist.
Wenn Du neugierig bist, Deine eigene Energie nicht nur zu verstehen, sondern zu erfahren, lade ich Dich herzlich zu einer energetischen Massage ein.